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„Erdbeben“ in der Schauburg
The Last Picture Show

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Von: Wolfram Hannemann, LASER HOTLINE, Korntal, April 2006. Übersetzt aus dem Englischen von Schauburg Kino.Date: 02.02.2010
Ausverkaufte Show. Bild: Schauburg Archiv

Es muss fast 30 Jahre her sein, dass ich "ERDBEBEN" (OT: "EARTHQUAKE") zum ersten Mal gesehen habe, als der Film hier in Deutschland in die Kinos kam. Der Film lief damals 13 Wochen lang in demselben Kino in Stuttgart und wurde dort glücklicherweise in 70mm mit 6-Spur-Magnetton und - natürlich - Sensurround gezeigt.

"ERDBEBEN" hat mich sehr beeindruckt. Ich kann mich immer noch an das Gefühl erinnern, als ich aus dem Kino kam und auf all die hohen Gebäude um mich herum schaute und dachte, dass sie im nächsten Moment einstürzen könnten! Dies war auf das Sensurround-Tonsystem zurückzuführen, das bei "ERDBEBEN" erstmalig zum Einsatz kam. Das Sensurround-Tonsystem war später bei Filmen wie "SCHLACHT UM MIDWAY" (OT: "MIDWAY") oder "ACHTERBAHN" (OT: "ROLLERCOASTER") nie wieder so packend wie bei "ERDBEBEN". Das Sensurround-Tonsystem verschwand nach nur ein paar weiteren Einsätzen und ERDBEBEN war nach der Kinopremiere nur im Fernsehen oder auf DVD zu sehen.

Daher war ich äußerst begeistert, als das SCHAUBURG THEATRE in Karlsruhe eine erneute Vorführung dieses mit Spezialeffekten gespickten Blockbusters ankündigte. Und dies nicht nur in 70 mm, sondern mit seiner ganzen Pracht des Sensurround-Tonsystems. Es war keine Frage, dass ich diese Vorführung besuchen musste. Nachdem ich in genau diesem Filmtheater vor ein paar Monaten ein hervorragend organisiertes Todd-AO Festival besucht hatte, war ich mir sicher, dass diese Vorführung etwas ganz besonderes werden würde. Und das war sie in der Tat! Unter dem Titel „The Last Picture Show“ konnten alle Besitzer eines Tickets ihren Sitz mitnehmen, nachdem der Vorhang gefallen war. Der Grund dafür war, dass das SCHAUBURG Filmtheater renoviert werden sollte und am Tag nach der Vorführung neue Sitze installiert werden sollten. Es war kein Wunder, dass das Kino an diesem Sonntagabend für eine einmalige Vorführung von "ERDBEBEN" komplett ausverkauft war.
 
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"Earthquake" at the Schauburg

“In Sensurround” 5-6 Juni 2010

Sensurround @ the Schauburg

Introduction to Sensurround
Review: "Earthquake" in Sensurround

Internet link:

 

 

Herbert Born und vierundzwanzig JBL Lautsprecher. Image from Schauburg Archive

Wie vor 30 Jahren war ich von dem Ergebnis dieses Sensurround-Revivals absolut beeindruckt. Hinter der großen gekrümmten Leinwand wurden zahlreiche Subwoofer auf einer Fläche von ungefähr 20 mal 3 Metern angeordnet, die mit Unmengen Watt gespeist wurden. Tatsächlich so viel, dass ich in der ersten Erdbebenszene wirklich einen Windzug von der Leinwand durch das Publikum spüren konnte! Dies war in den 70er Jahren definitiv nicht der Fall! Es war derartig überwältigend, dass eine meiner Begleiterinnen den Saal verlassen musste, weil sie fast in Panik geriet! Als das erste große Beben zu Ende ging, klatschte das Publikum begeistert Beifall und war plötzlich von Rauch umgeben, der aus dem Film zu kommen schien! Das war eine der kleinen Überraschungen, von denen diese Vorführung begleitet wurde. Ein weiterer Gimmick war das Survival-Kit, das vor der Vorführung verteilt wurde und (natürlich!) eine Flasche Bier, einen Keks und ein Blatt Papier mit der Überschrift „Mein Testament“ enthielt. Ich glaube, das Publikum wusste diese Art von schwarzem Humor sehr zu schätzen.
 
 
Aufbau der Subwoofer. Image from Schauburg Archive

Nun sollte ich etwas zu dem Film selbst sagen. Nachdem ich ihn 30 Jahre lang nicht gesehen hatte, war ich mir seines Trashcharakters nicht bewusst. Verstehen Sie mich nicht falsch - ich meine dies als Kompliment. Als Fan von Trashfilmen habe ich die Vorführung wirklich genossen. Wenn man bedenkt, dass "ERDBEBEN" nicht als Trashfilm gedacht war, war es umso lustiger, zu sehen, wie er in der heutigen Zeit wirkt. George Kennedy als Polizist, der alle in Los Angeles rettet, ist fantastisch und hat das Publikum zu zahlreichern Lachern animiert. Wie all die anderen Elemente, die in den 70er Jahren modern waren, heute aber wahrhaft lustig aussehen. Die Wiederholung dieses Films wurde von allen Zuschauern sehr begrüßt.

Und nun zu den schlechten Seiten der Vorführung - gab es diese überhaupt? Nun, man konnte sich wirklich nicht über die Vorführung beschweren, weil sie so gut gemacht war, und man kann dem Team der SCHAUBURG nur zu dem Ergebnis gratulieren. Die vorgeführte Kopie bestand tatsächlich aus zwei verschiedenen Kopien, die kombiniert wurden, um das Beste herauszuholen. Die Farben waren leicht verblasst, aber immer noch da und ich war froh darüber. Die Stereo-Tonmischung der deutschen synchronisierten Fassung von "ERDBEBEN" war nie besonders spektakulär, war jedoch für diesen Zweck in Ordnung. Wenigstens konnte sich die Filmmusik von John Williams gut entfalten. Gelegentlich wurde das Sensurround-System scheinbar versehentlich ausgelöst, da es an Stellen zum Einsatz kam, an denen es eigentlich nicht zu hören sein sollte, als zum Beispiel Charlton Heston den Motor seines Autos startet! Trotzdem war dies ein sehr lustiger Moment, der auf gewisse Weise den Trashcharakter dieses Films betont hat. Und das Publikum reagierte mit einem großen Lacher!
 
 
Nach der Show … ein neuer Boden und neue Sitze. Image from Schauburg Archive

Alles in allem war es eine wirklich unterhaltsame Vorführung. Ein weiteres Schauspiel folgte nach der Vorführung von "ERDBEBEN", als alle ihr Werkzeug herausholten und damit begannen, ihre Sitze zu demontieren. Wenn jemand in genau diesem Moment den Saal betreten hätte, hätte er denken können, dass die Kraft des Sensurround-Systems den Zuschauerraum zerstört hätte! Hoffentlich müssen wir nicht zu lange darauf warten, um Sensurround wieder zu sehen und zu spüren. Im schlimmsten Fall wäre dies in ungefähr 20 Jahren der Fall, wenn die brandneuen Sitze wieder ausgetauscht werden müssen! Da ich kein Fan „schlimmster Fälle“ bin, bin ich davon überzeugt, dass wir bereits in naher Zukunft eine weitere Sensurround-Vorführung genießen können...

Gut gemacht, SCHAUBURG, weiter so!
 
 
 
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Updated 22-12-16