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70mm Film Introductions
Schauburg's 7. Todd-AO 70mm festival, Karlsruhe, Germany

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Feature film text by: Wolfram Hannemann, Korntal, Germany. Images by: Thomas Hauerslev Date: 08.10.2011

"Wild Rovers" / "Missouri"

 
Nichts war mehr so wie es war im Western der 1970er-Jahre. Nur ein einziger Schauspieler verteidigte eisern den klassischen Hollywood-Western, wie man ihn seit Jahrzehnten gewohnt war: John Wayne verkörperte nach wie vor jene Art von Western, die sich durch mitreißende moralische Grundsätze und scharf abgegrenzte Helden und Bösewichter auszeichneten. Doch zwei äußerst erfolgreiche Western sorgten 1969 dafür, dass mit dieser festgefahrenen Form gebrochen wurde: BUTCH CASSIDY AND THE SUNDANCE KID und THE WILD BUNCH. Beide Filme wurden aus der Sicht der Banditen erzählt. Im Ersteren zwar noch in einer fast comichaften Art und Weise, im Letzteren allerdings ganz ohne Witz und knallhart bis zum bitteren Ende. Und ein weiterer Western hatte zu dieser Zeit bereits das Bild des Hollywood-Western ziemlich ins Wanken gebracht: Sergio Leones SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD.

Auch Blake Edwards‘ MISSOURI gehört zu jenen Spätwestern, die sich dieses vollkommen neuen Blickes auf den Wilden Westen bedienten. Sein Film macht von Anfang an klar, dass den Protagonisten William Holden als alternder Cowboy Ross und Ryan O’Neal als sein Kumpel Frank, ein hitziger Jungspund, nicht jener ikonenhafte Status alter Kinovorbilder zusteht. Beide sind nur kleine Rädchen im Getriebe einer Ranch, auf der sie als Cowboys ihr Dasein fristen. Blake Edwards, der nicht nur Regie führte, sondern auch das Drehbuch verfasste, hatte bei MISSOURI stets einen Anti-Western im Sinn. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Banküberfall, den Ross und Frank im Verlaufe des Films ausführen, nicht etwa aus Prahlerei oder gar Verzweiflung geschieht, sondern aus purer Langeweile.
 
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Festival Program

7th Todd-AO Festival Foreword

Hannemann's 70mm introductions:
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Kevin Brownlow visits the Schauburg in Karlsruhe

Todd-AO Festival, Schauburg, Karlsruhe, Germany


Internet link:

laserhotline.de
wolframhannemann.de


Wolfram Hannemann
Talstr. 11
70825  Korntal
Germany

Fon: +49 (0) 711 832188
Fax: +49 (0) 711 8380518
Wenn es überhaupt so etwas wie einen kommerziellen Aspekt in Edwards‘ Film gab, dann in der Besetzung der Hauptrollen. Der erst kurz zuvor durch den Kassenhit LOVE STORY berühmt gewordene Ryan O`Neal sowie Hollywood-Legende William Holden sollten durch die Kombination von Holdens Langlebigkeit und O`Neals jugendlicher Anziehungskraft Umsätze garantieren.

Doch Edwards‘ Entschlossenheit, einen nicht traditionsgemäßen Film zu machen, verwirrte das Studio. Nach einer schlecht angenommenen Sneak Preview beschloss MGM, den Film von seinen 136 Minuten Spielzeit auf 106 Minuten zu kürzen. In dieser gekürzten Version wurden viele der Szenen, die MISSOURI ihren ganz besonderen Charakter gaben, komplett entfernt oder verstümmelt. Bei MGM wollte man sogar noch einen Schritt weiter gehen und bat Edwards, das Ende seines Films umzuändern und nachzudrehen. Doch Edwards blieb hart – das Ende wurde nicht verändert. Nichtsdestotrotz war Edwards über das Schicksal seines Filmes verbittert und er gab dem damaligen MGM-Präsidenten James T. Aubrey, der den Spitznamen „Die grinsende Cobra“ hatte, die Schuld an dem Desaster. Auch andere Regisseure gerieten mit Aubrey aneinander: John Frankenheimer bei THE GYPSY MOTHS, Sam Peckinpah bei PAT GARRETT UND BILLY THE KID und Ken Russell bei THE BOYFRIEND. Aubrey war es auch, der andere wichtige Filmprojekte stoppte, um Filme wie SHAFT zu realisieren oder das MGM Grand Hotel in Las Vegas zu bauen. Schließlich ordnete er sogar die Auflösung des Studios an und ließ Requisiten und Kostüme, Outtakes und Screen Tests sowie Partituren und Musikaufnahmen vernichten.
 
 
70mm frame blow-up, color restored by Schauburg Kino.

Die vom Studio angeordneten Kürzungen betrafen zunächst nicht die internationale Fassung des Films. So startete MISSOURI Weihnachten 1971 unter anderem im Stuttgarter Atrium in der ungekürzten 70mm-Roadshow-Version mit Ouvertüre, Pause, Intermezzo und Exit Music. Und so freuten wir uns sehr, als wir die jetzt vorliegende deutsch synchronisierte 70mm-Kopie für unser Archiv erwerben konnten. Doch die Freude war verfrüht. Während den Vorbereitungen für unser Festival mussten wir feststellen, dass diese Kopie über etliche Nassklebestellen verfügt und weder Ouvertüre noch Pause enthält. Offensichtlich ließ MGM nachträglich alle eingesetzten Kopien auf 106 Minuten trimmen. Die Farben dieser Kopie haben zwar schon gelitten, doch dafür wird Jerry Goldsmiths brillante Musik im vollen 6-Kanal Stereo Magnetton zu hören sein.
 
 
WILD ROVERS was a departure for Blake Edwards. The creator of the TV detective series PETER GUNN and the man behind the PINK PANTHER films was primarily known for broad physical comedy and suspense films lime EXPERIMENT IN TERROR from 1962. In an American Cinematographer article chronicling the film’s production, Edwards explained that he wrote a western at the request of his son, adapting a story he had originally developed as a contemporary idea. De-romanticizing the western milieu was always his intention. „I think it’s very important to show the vastness, the loneliness, the boredom and natural beauty of the West during that period“, he said, „because that loneliness and boredom are the main motivating factors that affect my principal characters. When I wrote the script I could imagine, particularily, the young cowboy looking at the older man, sensing his own environment, the boredom of the day-by-day, ritualistic, dull cowboy life – and longing for a way out. It’s what drives him to say to his partner , after a particularly hard night: ‚Hey, let’s stick up a bank!‘. Which is exactly what happens. In scouting for locations by helicopter I looked for as much photographic uniqueness and beauty and stretches of boring landscape as I could find“. Edwards found the bleak locations he was looking for at Arches National Park, Monument Valley and Moab in Utah, Montana and Arizona.
 
 
The film was shot in Anamorphic Panavision by Philip Lathrop and blown up to 70mm for roadshow engagements. At least the version which opened on Christmas Day of 1971 in Germany seems to have been the complete 136 minute version including an overture, an intermission, an intermezzo and an exit music. The bad news about our print is that it is the cut 106 minute version. This cut most likely was done after the film’s initial release which was not a big box office success.

The music score was composed by Jerry Goldsmith and I must admit that it is one of my favorite scores by this composer. After having seen PATTON director Blake Edwards decided to use Goldsmith’s talent for his film. Edwards‘ idea was to have a score in the tradition of Aaron Copland’s „Rodeo“ or „Billy the Kid“. And Jerry delivered. So enjoy his score unfold in the 6-track mix of our German dubbed 70mm print!
 
 

"Sheherazade" / "Sheherazade - Der goldene Löwe von Bagdad"

 
Die Recherchen für den nächsten Film in unserem Programm haben mir einiges an Kopfzerbrechen bereitet. Wie führt man in einen Film ein, über den es so gut wie keine Informationen gibt? Dabei handelt es sich immerhin um die erste französische Co-Produktion im 65mm-Format, die seinerzeit ein Budget von 10 Millionen Francs verschlang! Doch Fehlanzeige. Es ist fast so als hätte es diesen Film nie gegeben. Mit Hilfe einiger Breitformatenthusiasten ist es mir gelungen, ein paar wenige Fakten in Erfahrung zu bringen. Die möchte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Da wir Ihnen eine deutsch synchronisierte Version des Films zeigen und es nicht gerade viele Informationen dazu gibt und es nicht sonderlich spannend ist, den selben Text einmal in Deutsch vorzutragen und danach alles nochmals in Englisch zu wiederholen, habe ich mich dazu entschlossen, die Einführung für SHEHERAZADE komplett in Englisch zu belassen. Unseren ausländischen Gästen wird das sicher gefallen und für alle anderen – mich eingeschlossen - ist es eine nette Englischübung.
 
 
Our next screening is most likely one of the rarest screenings we ever featured in the Todd-AO film festival. The film itself is even so rare that nobody seems to know anything about it at all! So how are you supposed to do an introduction to a film nobody knows nothing about? It was a real challenge and it still is. However I discovered a very interesting fact about the film: it has a very well known French director in its cast! You all know him: Jean-Luc Godard, who introduced the film world to the „Nouvelle Vague“, the French New Wave cinema of the sixties. So how come that he acts in SHEHERAZADE? Just have a look at the film’s leading actress, Anna Karina. Born in Denmark, she came to Paris and met Jean-Luc Godard about a cameo in A BOUT DE SOUFFLE, but since the role required to be naked she refused to play in the movie. One year later, Jean-Luc Godard and Anna Karina got married. So I assume that Godard ended up in SHEHERAZADE just because he was visting his wife Anna on the film set. However, his role seems to be a very minor one since not even a name is attached to his part.
 
 
Maybe some of you will spot him while he appears on screen. That in fact should be very easy because the film was shot in the best possible way: in 65mm MCS 70 Superpanorama, resulting in a razor sharp image quality.

Unfortunately the colours have faded already, but as a regular to our festival you should be used to that by now! SHEHERAZADE was the first MCS 70 film which was processed in France. Adverts from the first run proudly feature the logo „in MCS 70mm Superpanorama – Laboratoires Francais“. The film opened in Paris during Spring 1963 in three cinemas: the „Moulin Rouge“ (not the night club!), the „Le Français“ and the „Miramar“. The film was released in the USA exactly two years after its French premier and it was released by Shawn International in an English dubbed 35mm version with mono sound only.
 
 
Sincere thanks goes to Jan-Hein Bal from EYE Film Insitute Netherlands who provided me with some production stills from SHEHERAZADE which obviousely were taken during location filming in Morocco. One of the stills shows injured leading actor Gerard Barray being taken off the film set. Maybe he was falling off a horse or something like that. It probably stays a mystery for ever.

Let me say a word about SHEHERAZADE’s music score. It was composed by Andre Hossein, who is the father of well-know French actor Robert Hossein. A couple of years ago Robert Hossein produced a show in France which was titled "Ben Hur - Plus Fort Que La Legende" and the entire music of that show is actually the sound track of SHEHERAZADE. And it still is available on CD, whereas the original soundtrack album for SHEHERAZADE has long disappeared.
 
 
And if you believe it or not: SHEHERAZADE is featured in another film. It is titled ONCE UPON A TIME IN BEIRUT and was made in 1995. It is about two young girls of the war generation, Yasmin and Leila, who are in search of Beirut. When they meet an elderly film enthusiast with a secret store of Lebanese films, they persuade him to screen his collection for them. But don’t ask me whether this enthusiast screens SHEHERAZADE for them in 70mm, for I have not seen that film – yet.
 
 
And now, ladies and gentlemen, SHEHERAZADE in razor sharp 70mm with a discrete 6-track magnetic stereo sound mix and the colour which triggers tears in our eyes: magenta. So just use your imagination and let you take away by this tale.

One word of warning before we start our show: it seems that one reel is missing from our print. Up to the last minute we hoped that we would be able to locate the missing reel. However, it did not work out. So again your imagination is needed to overcome some 12 to 15 minutes of footage which is missing from our print.

Once upon a time...
 
 

"Dance Craze"

 
Ich darf Sie herzlich willkommen heissen zu einer Deutschlandpremiere. Denn der 1981 entstandene Konzertfilm DANCE CRAZE wurde meinen Recherchen zufolge noch nie in einem deutschen Kino gezeigt – und schon gar nicht im 70mm Format!

Die Idee zu dem Film stammt angeblich vom Sohn des Regisseurs Joe Massot. Der nämlich ging damals noch zur Schule und kannte sich folglich in der angesagten Musikszene aus. Da sein Vater bereits einen anderen Konzertfilm realisiert hatte, nämlich THE SONG REMAINS THE SAME mit Led Zeppelin, schlug er ihm vor, ein Konzert mit den „Bad Manners“, „The Specials“, „The Bodysnatchers“ usw. aufzunehmen – Musikgruppen, die Massots Sohn von Konzertbesuchen in England kannte. Joe Massot nahm Kontakt auf zu Joe Dunton, den er als Kameratechniker bei Samuelson Film Services kennengelernt hatte. Dunton hatte inzwischen seine eigene Kamerafirma und sollte ihm bei der Realisierung des Konzertfilms helfen. Massot plante den Film auf Super 16 aufzunehmen und dann auf 35mm aufzublasen. Doch bei Joe Dunton traf er auf genau den Richtigen. Der hatte nämlich schon einige Experimente mit Blow Up von Super 35 auf 70mm gemacht und war seit seiner Arbeit an der Musicalverfilmung von OLIVER begeisterter 70mm-Fan. Joe Dunton überzeugte Joe Massot, DANCE CRAZE in Super 35 aufzunehmen, um anschließend auf 70mm aufzublasen. Bei Verwendung eines Aspect Ratios von 1:1.66 auf dem entsprechend großen Super 35 Negativ würde der notwendige Vergrößerungsfaktor nur minimal ausfallen und damit eine bestmögliche Qualität garantieren. Ein weiterer und sehr wichtiger Vorteil waren die Magnettonspuren, die man bei 70mm nutzen konnte.
 
 
Was wäre ein Musikfilm ohne den entsprechenden Sound? 6-Kanal Dolby Stereo Magnetton war damals State-of-the-Art. Und das Sahnehäubchen war der sogenannte „Split Surround“, der den Surroundbereich in „Surround Links“ und „Surround Rechts“ unterteilte und den Dolby mit den Filmen SUPERMAN und APOCALYPSE NOW in den Kinos lancierte.

Unter Federführung von Joe Dunton wurden die Konzerte mit Steadycams aufgenommen. Und nicht etwa aus der Perspektive des Publikums, sondern vielmehr direkt auf der Bühne. Um eine bestmögliche Tonmischung zu garantieren, wurden die Tonaufnahmen vor Ort direkt in 24-Spur-Technik aufgenommen. Die Endmischung besorgte Bill Rowe in den Elstree Studios.

Don Toms von Technicolor London besorgte den Blow Up des Super 35 Materials auf 70mm. Mithilfe eines von Joe Dunton mitentwickelten optischen Printers konnte direkt vom Super 35 Negativ nahezu verlustfrei auf 70mm kopiert werden. Und das Resultat überzeugt, wie Sie gleich selbst sehen werden. Nur die Farben haben in den letzten 30 Jahren etwas eingebüßt.
 
 
Up to now there have been three waves of Ska: the original, jamaican wave took place at the beginning of the 1960s. Out of this music Rocksteady, Bluebeat and Reggae were developed. The second wave of Ska occured at the end of the 1970s in England. In the mid 1980s the third wave spread around the globe. The dancing style associated with Ska is called Skanking. DANCE CRAZE covers the second wave which was also known as „2-tone ska“, because it was record label „2 Tone Records“ on which most of the bands involved would release their albums.

I found the following short review of the film we are going to screen in a moment, DANCE CRAZE, on the internet: „This riveting, exciting, melloneous film is about the coming and going of '2-tone ska' in Britain. After the First wave of ska (bob marley, skatalites) ska attacked Europe with the second wave. With live performances from like the Specials, the Selecter, Bad Manners, Madness, the Beat, and the Bodysnatchers, this documentary is amazing. If you are new to ska and want to know where it all came from, or if you are a veteran and you just want to re-live these exciting moments, check out this film.“
 
 
DANCE CRAZE from 1981 was directed by Joe Massot, an American-born British film director and writer most notable for the film WONDERWALL from 1968 which featured George Harrison's first soundtrack. He also directed Led Zeppelin’s concert film THE SONG REMAINS THE SAME in 1976, although he was removed from this project and didn't finish it. He also directed SPACE RIDERS and REFLECTIONS ON LOVE and was given writing credit on the George Lazenby box office flop UNIVERSAL SOLDIER in 1971. Massot died on 4 April 2002, after a short illness, at his Flood Street home in London, England.

Under the supervision of widescreen fan Joe Dunton DANCE CRAZE was filmed in Super 35 on location in Aylesbury, Bradford, Coventry, Hemel Hempstead, Liverpool, London, Portsmouth, Sunderland and Tyne & Wear, all of which are located in the UK. The print we are showing you this afternoon is the only 70mm print which was ever struck and it was optically blown up directly from the 35mm neg. It ran for just two weeks at the Dominion Tottenham Court Road in London when it was released back in 1981. I first saw the print when it was screened during the Widescreen Weekend in Bradford this year and was amazed by the picture quality and the really great sound. In contradiction to what our flyer tells you, DANCE CRAZE has a running time of 91 minutes, not just 50 minutes as stated in the flyer. So you will get lots of music! Whether you like that sort of music or not, I am sure you will like our presentation, which will be quite loud, by the way.

And now ladies and gentlemen – for the first time in Germany – DANCE CRAZE!
 
 

"Hamlet"

 
Guten Abend, meine Damen und Herren, im Namen des Schauburg Cinerama Theaters darf ich Sie ganz herzlich willkommen heissen zu unserer diesjährigen Gala-Vorstellung im Rahmen des „7. Todd-AO 70mm Filmfestivals“: William Skakespeares HAMLET in der Inszenierung von Kenneth Branagh.

Obgleich es mehr als 20 Kinofilme sowie eine ganze Reihe von Fernsehinszenierungen des HAMLET-Stoffes gibt, setzte Regisseur und Hauptdarsteller Kenneth Branagh mit seiner 1996 entstandenen Literaturverfilmung Maßstäbe in gleich zweierlei Hinsicht. Zum einen ist es die einzige HAMLET-Verfilmung, in der die Originaldialoge von William Shakespeare ungekürzt übernommen wurden und die dadurch in einer Spielzeit von über vier Stunden resultiert. Zum anderen – und das ist speziell für unser Publikum hier von größtem Interesse - ist es die einzige HAMLET-Verfilmung, die im grandiosen 65mm-Format aufgenommen wurde.

Ich erinnere mich noch genau an jenen Tag, an dem ich aus der Presse erfuhr, dass HAMLET in Panavision Super 70 aufgenommen wird. Das war zu jener Zeit schon eine kleine Sensation. Der letzte Film im Königsformat lag bereits vier Jahre zurück – Ron Howards FAR AND AWAYIN EINEM FERNEN LAND. Als der Film dann schließlich in die Kinos kam, wartete ich leider vergebens darauf, eine 70mm-Kopie davon in meinem Heimatort Stuttgart zu erleben. Ich weiß schon gar nicht mehr, ob der Film dort überhaupt gezeigt wurde. Wenn, dann allenfalls im 35mm-Format. Nein Danke, sagte ich mir und verzichtete. Auch den Versuchungen, den Film auf LaserDisc oder DVD anzuschauen, konnte ich widerstehen. Und das Warten hat sich für mich am Ende gelohnt.
 
 
Denn im März 2008 war es soweit. Im Rahmen des „Widescreen Weekend“ im englischen Bradford wurde HAMLET mit einer 70mm-Kopie aufgeführt. Nun bin ich wahrhaftig kein Shakespeare-Kenner geschweige denn –Fan, doch Kenneth Branaghs HAMLET hat mich begeistert. Ich habe selten einen visuell derart opulenten Film gesehen. Ich bin mir ganz sicher, dass Sie mir nach der Vorführung beipflichten werden - selbst wenn unsere Kopie schon deutliche Gebrauchsspuren aufweist (ich nehme an, dass es dieselbe Kopie ist, die 2008 in Bradford gezeigt wurde).

Wir hatten Kenneth Branagh zu unserer Vorführung hier in die Schauburg eingeladen und er wäre auch sehr gerne gekommen, handelt es sich doch gerade bei diesem Film um sein Herzensprojekt, doch leider steht er an diesem Wochenende im Lyric Theatre in Belfast auf der Bühne, jener Bühne also, die den in Belfast gebürtigen Branagh zu seinem großen Durchbruch verhalf. Wen es interessiert: Branagh ist dort noch bis zum 16. Oktober in der Komödie THE PAINKILLER zu sehen.
 
 
Bevor ich für unsere ausländischen Gäste noch ein paar Anmerkungen zum Film in englischer Sprache machen werde, lassen Sie mich noch etwas zur Story von HAMLET erzählen. Da wir den Film im englischen Originalton, also im Shakespeare‘schen Original zeigen, dürfte es für diejenigen, die nicht mehr so ganz fit im Englischen sind, vielleicht ganz hilfreich sein, die Handlung in groben Zügen zu erfahren. Die Tragödie von Hamlet, Prinz von Dänemark (The Tragedy of Hamlet, Prince of Denmark, wie das Stück im Original heisst) ist eine der bekanntesten und am häufigsten aufgeführten Tragödien von William Shakespeare. Der Geist seines kürzlich verstorbenen Vaters teilt dem dänischen Prinzen Hamlet eines Nachts mit, dass er durch dessen Bruder Claudius ermordet wurde und dass er, Hamlet, Rache üben müsse. Um den Mörder zu überführen und seine Rache vorzubereiten, gibt Hamlet vor, wahnsinnig zu sein. Hamlet lauert seinem Onkel auf und ersticht irrtümlich den Oberkämmerer Polonius.

Dessen Sohn Laertes fordert, unterstützt von Claudius, Hamlet zum Duell. Hamlet siegt verwundet und ersticht Claudius, bevor er schließlich selbst stirbt.

Viele Zitate aus dem Stück sind weltberühmt geworden: Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage, (To be, or not to be: that is the question), Etwas ist faul im Staate Dänemark (Something is rotten in the state of Denmark), Schwachheit, dein Name ist Weib! (Frailty, thy name is woman!), Ich wittre Morgenluft (I scent the morning air), Die Zeit ist aus den Fugen (The time is out of joint), Bereit sein ist alles (The readiness is all), Der Rest ist Schweigen (The rest is silence) und weitere.
 
 
   
For more than a year, Kenneth Branagh had tried shopping his HAMLET project around major studios in Hollywood, but no studio was willing to finance a four-hour production, citing skepticism of the commercial viability of a Shakespeare adaptation to a late 20th-century audience. Also, most studios were aware of the negative reviews and the commercial failure of Branagh's previously-directed film, FRANKENSTEIN and some of them would only finance the film if the content and the budget is cut to half. However, Castle Rock Entertainment, agreed to finance the film and to Branagh's demands (filming in 65mm, complete control over the film, etc..) under two conditions: a star-studded cast for the show and a 35mm, abridged 2.5 hour version of the show for a wider release. After some critical backlash, however, Castle Rock decided to release the complete 4 hours everywhere in the US and use the shorter version for some overseas territories only.

HAMLET from 1996 was the first British film to be shot in 65mm in over 25 years since David Lean's RYAN’S DAUGHTER was made in Ireland; FAR AND AWAY from 1992 (also shot in 65mm in Ireland) was a Hollywood production on location. The decision to use 65mm instead of 35mm on HAMLET was a creative decision. It has always been a dream of director Kenneth Branagh and Director of Photography Alex Thomson to once make a film in 65mm.

Branagh was largely inspired by a film format seminar conducted by visual consultant Rob Hummel. Hummel convinced him to use the format because of high-resolution and certain shots could only be achieved in 65mm. Also, Branagh once said that the intention was to give a sweeping feel to the play, hearkening back to the 1960s epics like LAWRENCE OF ARABIA. As for Alex Thomson he at one point in his career almost did a feature film in 65mm: David Lean’s NOSTROMO. Actually the film was only two weeks away from start of production, when David Lean passed away and the production was cancelled. Production company Castle Rock Entertainment only agreed doing the film in the large format if it would not cost them any extra money with regards to film stock, camera rent, and so on. Panavision and Kodak were so kind to let Branagh and Thomson use their materials for just the cost of a 35mm production. So the extra cost to do it in 65mm came to only about 80.000 British pounds. With a total budget of 14 million British pounds (the construction of the Elsinore Castle set alone cost 2 million US Dollars) these 80.000 pounds were neglectable. In the end production costs were estimated for more than 18 million US Dollars and the film returned just about 4.7 million US Dollars from box office – far from being a success.

Kevin Phelan, one of the regulars from the UK attending our film festival, was working on this film. More precisely he told me that he was working on the opening titles as well as about 70 visual effects shots which all were done at a resolution of 5.1K. That was state-of-the-art back then.

Let me tell you some titbits about the before mentioned „star-studded cast“ of HAMLET.

Robin Williams and Billy Crystal were not allowed to be on the set at the same time during filming, for fear they would crack up the cast and crew, and cause major production delays.

Julie Christie came out of retirement to play Gertrude.

Derek Jacobi who plays Claudius in this film, played Hamlet in HAMLET, PRINCE OF DENMARK, a TV movie from 1980. He admitted that he had some difficulty with the role of Claudius as he still kept thinking Hamlet's lines.

Kate Winslet didn't even audition for the role of Ophelia. Winslet had previously auditioned for the Helena Bonham Carter "Elizabeth" role in Kenneth Branagh's FRANKENSTEIN, and Branagh was so impressed that he offered her the role in HAMLET without so much as a reading. By the way, it was on the same day that Winslet had to shoot the straitjacket scene when she learned that she had just been given the role of Rose in TITANIC.

Kenneth Branagh offered Gérard Depardieu a small part in the 4-hour version of the film out of gratitude for his active support on the release of his first feature Henry V in France (not only was he the main distributor of the film but also dubbed Branagh's voice on the French version).

Part of the movie was shot at Blenheim Palace, which is owned by the Duke Of Marlborough. He can be seen in a very small role in the movie as Fortinbras' General.

But enough said for now – there are more than 4 hours of film waiting for us. Old Shakespeare would probably say: „To be shown in 70mm or not to be shown – that is the question“ – we will present you HAMLET the way it was intended to be seen and heard by its makers: in breathtaking 70mm and 6-track Dolby Stereo magnetic sound!
 
 
   
   
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Updated 22-12-16